„Etwa ab 1800 entstand im Neuwieder Becken eine Bauindustrie. Der Schwemmstein, ein Stein aus der Verbindung von Bims und Kalkmilch, wurde entwickelt. Als Patent angemeldet wurde dieser „künstliche Schwemmstein“ 1845 von dem preußischen Bauinspektor Ferdinand Nebel aus Koblenz.“
Der künstliche Schwemmstein wird hergestellt aus Bims, Kalk, Trass und Portlandzement. Im Lauf der Zeit und durch verschiedene Mischungen wurden die Bimsziegel immer belastbarer.
Der echte Bimsstein ist das Ergebnis eines gewaltigen Vulkanausbruchs des Laacher-See-Vulkans während der mittleren Steinzeit vor 12.900 Jahren. Der Vulkan schleuderte ungeheure Gesteins- und Lavabrocken, Asche und vulkanische Partikel bis in 30 km Höhe. Das herunterfallende Material verteilte sich von Schweden bis Italien. Um das Gebiet des Laacher Sees und bei Neuwied türmte sich ein mehrere Meter hoher Teppich aus Bims und Tuff auf.
Aber auch in der Antike wurde der aus dem Meer angeschwemmter Bims in Griechenland und Italien schon als Baumaterial benutzt. Ein Merkmal von Bims ist es, auf Wasser zu schwimmen.
Seit 1952 gibt es in Rheinland-Pfalz eine Landesverordnung für Abbau und Verwertung von Bimsstein. Der künstliche Schwemmstein diente großflächig zum Wiederaufbau des Nachkriegsdeutschlands.
Quellen:
https://albrecht-unterwegs.de/startseite/im-museum-der-schwimmenden-steine/
https://www.baustelle.com/

